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Leipziger Volkszeitung (Kleine Volkszeitung Nördliches Leipziger Land) vom 19. August 2005
Bert Endruszeit Sommernachtsball am Markkleeberger Schloss als Höhepunkt des Musiksommers
Elegante Tänze vor der Prachtkulisse Der Höhepunkt des ersten Markkleeberger Musiksommers ist geschafft: Beim Sommernachtsball im Schlosspark wirbelten zahlreiche Paare über die
Tanzfläche. Eine vergleichbare Veranstaltung hatte es dort seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. [...] Was einen perfekten Tanz ausmacht, zeigten dabei die Frauen und Männer vom Berliner Studio für Historischen Tanz. Die Gruppe tritt seit 1988 mit verschiedenen Programmen im In-
und Ausland auf. Zum Markkleeberger Sommernachtsball fuhren die Tänzer ganz stilecht im offenen Landauer vor. [...]
Welt am Sonntag vom 04. Mai 2003
Nicht allein – im Verein
Vereine sind out? Von wegen! In Berlin organisieren sich für jedes exotische Hobby viele gleich Gesinnte
Von Julia Siepmann
[...] Nicht nur die Schönheit alltäglicher Dinge, auch alter Glanz und Glamour ist fest in einem der rund 17 000 Berliner Vereine organisiert. Das “Studio für Historischen Tanz” lässt die
Zeiten der Renaissance und des Rokoko wieder auferstehen und ist gleichzeitig ein Beispiel für eine Zusammenkunft von Menschen, die sich sonst womöglich nie begegnet wären. In der Zehlendorfer Droste-Hülshoff-Schule wiegen sich Ärztinnen, Maschinenbauer und Studenten einmal
wöchentlich einträchtig im musikalischen Gleichschritt zu historischen Schrittfolgen.
“Die Musik dieser Epochen zusammen mit der Lust am Verkleiden verbindet alle Hobbytänzer”, erklärt Antje Lükemann, erste Vorsitzende des 1997 gegründeten Vereins. Geprobt wird in normaler
Sportbekleidung, aber zweimal im Jahr wird es ernst. Dann legen die 19 Mitglieder zwischen 25 und 60 Jahren ihre Reifröcke und Krinolinen an, stülpen sich opulente Perücken auf den Kopf und präsentieren ihre akribisch einstudierten Gesellschaftstänze samt der typischen
Körperspannung vor großem Publikum. Der Aufwand solcher Aufführungen wie “Vom König geküsst – eine getanzte Skandalchronik europäischer Fürstenhöfe” (am 26. Oktober im Humboldtsaal der Urania) ist enorm: Die Meisten Kostüme werden nach alten Schnittmustern von den Mitgliedern
selbst genäht, die authentischen Choreografien anhand von schriftlichen Überlieferungen nachgestellt. [...]
Kundenmagazin der Berliner Sparkasse “BerlinerAkzente”, Ausgabe Dezember 2002/Januar 2003
Ein Verein? Muss sein.
Vereine sind langweilig und überholt? Von wegen: In Berlin findet sich für jedes Hobby mindestens ein Dutzend Gleichgesinnte. Zusammen gründen sie neue Vereine. Große oder kleine. Denn
gemeinsam hat man nun einmal am meisten Spaß.
... Rückschau hält schließlich auch das Studio für Historischen Tanz Berlin. Barock und Renaissance heißt das Zeitfenster der Tänzer in ihren schönen, häufig selbst genähten Kostümen.
Sentimentalität allerdings ist nicht der Grund, weshalb etwa Antje Lükemann wie die übrigen Mitglieder zwischen 24 und 60 Jahren mindestens einmal wöchentlich probt. “Die Schritte sind schön, die Musik ist schön”, meint die I. Vorsitzende. Und natürlich spiegle sich die
Kultur einer anderen Zeit. Tanzen vertieft das Verständnis.
Der Verein “Studio für Historischen Tanz” pflegt die musikalischen Traditionen der Renaissance. Die Mitglieder tanzen in selbst genähten Kostümen.
Studio für Historischen Tanz Berlin e. V. Kontakt über Antje Lükemann, Telefon 851 31 47, www.shtberlin.de.
Nächster Auftritt am 22. Dezember im Schlosstheater Sanssouci, Neues Palais, Karten über Antje Lükemann
Kölnische Rundschau vom 3. Juli 2000
Die „Untertanen“ wohnten in Massen dem kurfürstlichen Spektakel vor Schloss Augustusburg bei – Dazu Tänzer, Musiker und Kavalleristen
„Vivat Kur Köln“ und „Hofmarschall, loss jonn“
Brühl.
Mit „Mesdames et Messieurs“ begrüßte „Ihre hochwürdigste Durchlaucht, unser gnädigster allerehrwürdigster Fürst“, wie der Hofmarschall den Kurfürsten von Köln, Clemens August, benannte, sein Volk, welches zahlreich zum Staatsbesuch in Schloss Augustusburg erschienen war.
Vor der stilvollen Kulisse, die die Südfassade des Schlosses darbot, erwachte das barocke Fest der Gaukler und Fanfarenspieler, Bürgersfrauen und des Hofstaates, welches im Jahre 1748 dem
Besuch des Markgrafen von Ansbach galt, bei fürstlichem Wetter zu neuem Leben. [...]
Vier „Regierungsqualitäten“, so der Kurfürst, wurden am Sonntagnachmittag präsentiert: Die Gastfreundschaft, vor allem gegenüber dem Markgrafen, die Führungsqualität des Fürsten in Form der
Falkenjagd mit einer eindrucksvollen Flug-Vorführung der Greifvögel aus der Falknerei Hellenthal, die durchtrainierten Soldaten, die das wohlgerüstete Land zur Zeit des Krieges verteidigen mussten und schließlich die großartige Kulturpolitik des Fürsten mit akkuraten
Barock-Tänzen, ausgeführt von der Tanzgruppe „Contretemps“ [in Zusammenarbeit mit dem „Studio für Historischen Tanz Berlin e.V.“] aus Berlin und einer Quadrille der Kavallerie.
Nach einem „Vivat Kur Köln“ und „Hofmarschall, loss jonn“ aus der adligen Kehle des Fürsten wurde der Staatsbesuch zu einem einmaligen Ereignis.
Kölnischer Stadtanzeiger vom 3. Juli 2000
Ein Staatsempfang wie vor 250 Jahren
„Kurfürst“ winkte 2000 jubelnden Untertanen zu
Brühl
– Mit einem Mal wurde es still unter den Besuchern im Schlosspark – eine Trompetenfanfare ertönte. Die Menschen drängten sich an die Absperrbänder und reckten ihre Hälse, um einen Blick auf die Zeremonien-Treppe zu erhaschen. Dort stellte sich gerade der Hofstaat des Kurfürsten Clemens August auf, und sein Hofmarschall betrat die Terrasse vor dem Treppenaufgang. „Begrüßen wir nun alle unseren verehrten Clemens August“, forderte Adolf Lang, der die Rolle des Hofmarschalls in einem strahlend-rotem Kostüm perfekt ausfüllte, das Publikum auf. Gestern fanden sich mehr als 2000 Menschen im Garten von Schloss Augustusburg ein, um dem „Staatsbesuch bei dem Kurfürsten“ beizuwohnen. Das Veranstaltungsbüro „Der Riss im Himmel“ und das Kulturamt Bonn hatten dieses Barockfest anlässlich des in diesem Jahr gefeierten 300. Geburtstag von Clemens August insziniert. Nachgespielt wurde der Besuch des Ansbacher Erbprinzen und seiner Gemahlin im Jahre 1748. Den Hofstaat bildeten zwei Tanzgruppen: Die „Les Aimables“ aus Köln und „contretem(p)s berlin“ [in Zusammenarbeit mit dem „Studio für Historischen Tanz Berlin e.V.“] – alle Mitwirkenden natürlich in glanzvollen Rokoko-Kostümen gekleidet.
Es war ein wirklich herrschaftlicher Anblick für die Anwesenden. Schließlich fand das Schauspiel am Originalschauplatz – vor der Südfassade des Brühler Schlosses mit ihrer mächtigen
Freitreppe – statt. Viele jubelten und winkten dem Kurfürst Clemens August, gespielt von Peter Hardt, zu, als er in einer Kutsche durch den Schlosspark fuhr. Eskortiert wurde er von einer staatlichen Kavallerie der Bonner Stadtsoldaten. Natürlich durfte zu seinem
hoheitlichen Einzug die Infanterie nicht fehlen, deren Spielmannszug mit klingendem Spiel einen Zug Musketiere anführte. Clemens August hob immer wieder seine Hand, um die Zuschauer und seinen Hofstaat, der ihn vor dem Schloss empfing, würdevoll zu begrüßen. Nachdem auch die
Kutsche der Gäste eingetroffen waren, folgte ein buntes Programm sowohl für die Hoheiten als auch für das Publikum: Die Mitarbeiter der Falknerei Hellenthal bot ihnen mit Habichten, Falken und Adlern eine faszinierende Flugschau und gab somit Einblicke in die vom Kurfürsten so
geliebte Falkenjagd. Aber Auch die barocken Tänze der „contretem(p)s berlin“ [in Zusammenarbeit mit dem „Studio für Historischen Tanz Berlin e.V.“] begeisterten.
Gäste-Journal der Touristikzentrale Waldeck-Ederbergland e. V., Ausgabe Juni 1998
Barock-Gala mit skandinavischem Flair / Höfisches Fest:
Höhepunkt beim Fest der Sinne
BAD AROLSEN. Besonderer Erlebnis-Höhepunkt und spektakulärer Abschluß der Arolser Barock-Festspiele ist in jedem Jahr das Höfische Fest, das im bunten Veranstaltungsreigen vielleicht am
eindrücklichsten die Vielfalt und Schönheit barocker Festkultur mit Musik, Tanz, Zauberei, Schauspiel, Architektur und faszinierender Feuerwerkskunst sichtbar und hörbar macht.
In diesem Jahr bietet das Höfische Fest am Samstag, 13. Juni, ab 18 Uhr im Schloßhof, in den prächtigen Räumen des Residenzschlosses sowie im Festspielhaus Fürstliche Reitbahn
wieder ein sechsstündiges Programm der internationalen Spitzenklasse für Auge, Ohr und Gaumen.
Künstlerisches und kulinarisches Zentrum des diesjährigen Festes ist der Schloßhof, der mit Zeremonienmeister, Begrüßungsintraden, Polonaise aller Besucher, mit barocken Liebesszenen, Zauber-
und Magierkunst [...], mit Arolser Hofmusik [...] sowie mit Höfischem Tanz zum Mitmachen und dem abschließenden Überraschungsfinale und Feuerwerkszauber [...] belebt ist.
Musikalische Märchen
... Auf der Opernbühne der Fürstlichen Reitbahn werden vom Berliner Studio für historischen Tanz eine „Tanzstunde am schwedischen Königshof“ [...] insziniert.
Berliner Morgenpost vom 26.10.92
„Herr Mozart lädt zum Maskenball“
Graziös setzen sie die Füße, lächeln - hinter Masken versteckt - einander kokett zu. Sie tanzen Menuett in festlichen Roben, die weißen Perücken sorgfältig frisiert. Unter dem
Motto „Herr Mozart lädt zum Maskenball“ ließ am Sonnabend das Studio für Historischen Tanz im Fontanehaus, Wilhelmsruher Damm (Reinickendorf) Wiener Rokoko aufleben. Zu schmeichelnden Mozart-Melodien, gespielt vom Ensemble „Musica da Camera“, führten die 20 Tänzer
Menuett, Contredanse, Ländler und Anglaise vor. Originalgetreu, dank Studioleiter Ingo Günther, der historischen Tanz studiert hat. „Die langen Schrittfolgen sind zum Teil sehr kompliziert“, bedeutet die charmante Dame im cremefarbenen Kleid mit zarten Blumengirlanden, dessen
Original in einem Museum in New York zu bewundern ist. Doch auch ihr Kostüm, wie all die anderen nach historischen Vorlagen von einer Kostümschneiderin detailgetreu hergestellt, ist eine kleine Kostbarkeit: Preis 2000 Mark. Im bürgerlichen Leben ist die maskierte Dietlind Wachmann
Lehrerin. Muß sie für ihr Hobby in die eigene Tasche greifen, werden die Kostüme für Studenten dagegen aus der Gruppenkasse bezahlt. Einmal pro Woche kommen die Tanzbesessenen zum Proben zusammen. „Es macht riesigen Spaß, in eine andere Zeit zu schlüpfen“,strahlt
Krankengymnastin Bettina Arens, die seit Jahren dabei ist.
Jola Merten
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